Wasser & Wissen

Dieses Prickeln… Was Kohlensäure ist und warum sie uns in Getränken so gut schmeckt

3 Min. Lesezeit
Ein Mann setzt einen CO2-Zylinder in den schwarzen BRITA sodaONE ein

Für viele Wasserliebhaber:innen gehört sie einfach dazu: Kohlensäure im Wasserglas. Von „medium“ bis hin zu „classic“ gibt es die unterschiedlichsten Varianten – angefangen von wenig bis hin zu ganz viel Kohlensäure. Doch was ist Kohlensäure überhaupt, wo kommt sie her und wie gelangt sie in das Glas oder in die Flasche? Hier erfährst du mehr.

Frau füllt draußen an einem öffentlichen Wasserhahn eine BRITA Trinkflasche mit Filter

Was ist Kohlensäure? 

Kohlensäure ist eine anorganische Säure. Sie entsteht in einer chemischen Reaktion von CO2 (Kohlenstoffdioxid) mit Wasser. Damit sich das Gas des Kohlenstoffdioxids im Wasser löst, ist Druck notwendig. Das Kohlenstoffdioxid muss also sprichwörtlich in das Wasser hineingepresst werden. Wissenschaftler nennen diesen Vorgang Karbonisieren. Je höher der Druck und je niedriger die Wassertemperatur, desto mehr Kohlensäure wird im Wasser gelöst. Bei natürlichem Mineralwasser ist Kohlensäure häufig bereits enthalten, geht beim Abpumpen jedoch meist wieder verloren – und muss so künstlich wieder hinzugefügt werden. Wie auch beim Aufsprudeln mit einem Wassersprudler zu Hause wird dazu CO2 unter hohem Druck in das Wasser gepresst. 

Tipp: Kohlensäurehaltiges Wasser am besten in dichten Flaschen zwischenlagern, da sich Kohlensäure an der Luft sehr schnell verflüchtigt.

Warum ist Kohlensäure so erfrischend? 

Kohlensäurehaltige Getränke gelten für viele Menschen als besonders erfrischend. Doch warum? Eine Erklärung ist das Gas der Kohlensäure, das im Mundraum freigesetzt wird und eine erfrischende Wirkung hat. Das Prickeln auf der Zunge kann ein besonders durstlöschendes Gefühl auslösen. Übrigens: Die Gasbläschen der Kohlensäure werden vom Magen-Darmtrakt beim Trinken ganz einfach aufgenommen und führen nicht zu einer Übersäuerung des Organismus. 

Wozu wird Kohlensäure verwendet?

Kohlensäure ist vielseitiger als viele glauben. Deshalb findet sie Verwendung in verschiedenen Bereichen. Man unterscheidet dabei zwischen technischer und lebensmittelqualitativer Kohlensäure. Technische Kohlensäure wird zum Beispiel als Trockeneis eingesetzt und industriell gewonnen. Gründlich gereinigt kann Kohlensäure auch als Lebensmittelzusatzstoff genutzt werden, um Lebensmittel wie Obst länger haltbar zu machen oder eben Getränke, wie Wasser und Limonade, spritzig(er) zu machen.

Was ist natürliche Kohlensäure? 

Natürliche Kohlensäure, auch Quellkohlensäure oder quelleigene Kohlensäure, genannt, stammt tief aus dem Erdinneren. Die Kohlensäure entsteht in erkaltetem Magma. Das Kohlesäuregas steigt dann auf bis es auf Grundwasser trifft und löst sich darin. Daher stammt Wasser mit einem hohen Gehalt an quelleigener Kohlensäure meist aus Gebieten mit einer ehemals regen Vulkantätigkeit.

Was ist der Unterschied zwischen natürlicher und synthetischer Kohlensäure?

Natürliche Kohlensäure entsteht, wie oben beschrieben, auf dem langen Weg des Wassers durch dioxidhaltige Gesteinsschichten und bildet sich in einer chemischen Reaktion von Wasser und Kohlendioxid. Synthetische Kohlensäure kann auf mehreren Wegen erzeugt werden. So entsteht sie zum Beispiel als Nebenprodukt bei Fermentationsprozessen (wie der Bioethanol-Herstellung) oder als Nebenprodukt chemischer Produktionsprozesse.

Wie auch immer die Kohlensäure gewonnen wird: Sie muss nachgereinigt und anschließend verflüssigt werden. Denn für die Verwendung von Kohlensäure in Lebensmitteln gelten strenge Qualitätskriterien

So wird Kohlensäure verpackt und richtig gelagert 

Wie wird Kohlensäure eigentlich abgefüllt und transportiert? Bei unseren CO2-Zylindern läuft der Prozess folgendermaßen ab: Das CO2 stammt aus der europaweit größten Abfüll-Anlage für natürliche Quellkohlensäure in Bad Driburg / Herste und wird aus 400 bis 3.000 m Tiefe gewonnen. Danach wird es nach deutschem und europäischem Lebensmittelrecht gereinigt, gekühlt und unter hohem Druck komprimiert. Dadurch wird das CO2 verflüssigt und kann als geprüftes, lebensmittelkonformes CO2 in einem Tankwagen transportiert werden. Gut für die Umwelt: Der Transportweg zur Abfüllanlage von BRITA beträgt nur 35 km. Im letzten Schritt wird das CO2 in die entsprechenden Zylinder abgefüllt. Im Zylinder bildet das CO2 im oberen Drittel eine gasförmige Schicht. Darunter ist es flüssig.

Wie viel Kohlensäure befindet sich in einem CO2-Zylinder?

In unseren CO2-Zylindern befinden sich 425 g CO2. Damit reicht eine Füllung in der Regel für bis zu 60 l Sprudelwasser. Die Menge des Sprudelwassers ist abhängig von deinem bevorzugten Sprudelgrad und der Temperatur des Wassers. Denn kaltes Wasser kann wesentlich mehr CO2 aufnehmen als warmes. Wenn du stark sprudelndes Wasser bevorzugst, reicht eine Zylinder-Füllung für etwa 30 bis 45 l Sprudelwasser.

Wie müssen CO2-Zylinder gelagert werden?

CO2 ist ein hitzeempfindliches Gas, das bei zu hohen Außentemperaturen explodieren kann. Für die Lagerung solltest du folgende Punkte beachten:

  • Achte darauf, dass deine CO2-Zylinder nicht der Sonne ausgesetzt sind
  • Lagere die CO2-Zylinder nur in gut belüfteter Umgebung
  • Die Umgebungstemperatur sollte 50 °C nicht übersteigen
  • Lagere deine Zylinder immer in aufrechter Position und im ungeöffneten Originalzustand

Wie lange sind CO2-Zylinder haltbar?

Da CO2-Zylinder als Lebensmittelzusatzstoffe gelten, haben sie ein Ablaufdatum. Das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Zylinders beträgt 5 Jahre. Das ist jedoch nur der Fall, wenn der CO2-Zylinder verschlossen und versiegelt ist. CO2-Zylinder werden in der Regel immer wieder neu befüllt. Nach 10 Jahren muss der Befüller den Zylinder dem TÜV zur Überprüfung vorstellen. Du findest die aktuelle TÜV-Prägung im oberen Bereich eines CO2-Zylinders. Dort ist der Zeitpunkt für den nächsten TÜV-Termin angegeben.

Fazit: Kohlensäure kann (fast) alles

Ob natürliche Quellkohlensäure im Sprudelwasser oder industriell gefertigte Kohlensäure im Trockeneis: Kohlensäure ist ein wahres Allround-Talent. Informiere dich jetzt über die Vorteile der BRITA Wassersprudler und genieße jedes Getränk mit dem für dich perfekten Anteil an Kohlensäure.

Weitere Themen für dich

Nach Thema filtern:

Ein silberner Wasserkocher wird mit dem BRITA Tischwasserfilter Glas mit Wasser befüllt

Wasserkocher entkalken: so geht's

Wasserkocher kannst du mit Essig oder Zitronesäure entkalken. Wann du deinen Wasserkocher entkalken solltest, wie und wie lieber nicht, erfährst du hier.

Eine junge Frau filtert Leitungswasser mit dem Tischwasserfilter BRITA Glas

Warum sich Wasser entkalken lohnt

Kalk im Wasser zu reduzieren, hat viele Vorteile. Neben Geschmack und Optik verbesserst du auch die Leistung deiner Maschinen. Wir zeigen dir, wie's geht.

Eine Hand taucht in einen Wasserlauf in den Bergen

Mineralien in unserem Leitungswasser

Direkt aus der Leitung: Unser Trinkwasser enthält viel mehr als nur H2O. Wir verraten dir, welche Mineralstoffe im Wasser vorkommen und was sie bedeuten.

Dir werden 10 von 21 Themen angezeigt