Style, der mit Leitungswasser gefüllt wird

Wasser entkalken — so geht's!

Wann es sich lohnt und was es bringt

Trinkwasser zu entkalken bietet in vielen Bereichen des Alltags ein Plus an Lebensqualität. Denn in vielen Teilen Deutschlands finden sich trotz ansonsten guter Wasserqualität noch sichtbare Schlieren auf der Oberfläche von frisch gebrühtem Tee oder Kaffee. Und Haushaltsgeräte wie Wasserkocher oder Kaffeemaschinen nehmen durch Kalkablagerungen schnell Schaden. Es gibt jedoch auch Gegenden in Deutschland, in denen Haushaltsgeräte seltener von Kalk befreit werden müssen, da das Leitungswasser bereits sehr weich ist. Wann sich das Enthärten von Wasser im Alltag konkret lohnt und welche Vor- und Nachteile es hat, erfahren Sie hier.

Was bedeutet der Härtegrad von Wasser?

Viele Böden in Deutschland enthalten große Mengen verschiedener Mineralien, wie zum Beispiel Kalkstein und Gips. Sickert Regenwasser durch diese Böden, lösen sich auf natürliche Weise Teile dieser Mineralien auf, die so ins Grundwasser gelangen. Bei der Aufbereitung von Grundwasser zu Trinkwasser für die öffentliche Versorgung wird diese Karbonat-Konzentration typischerweise nicht entfernt. Dadurch kann in manchen Regionen sogenanntes „hartes Wasser“ entstehen.

Auszug aus dem Wasserkreislauf
Auszug aus dem Wasserkreislauf

Der Härtegrad von Leitungswasser hängt in erster Linie vom darin gelösten Gehalt an Calcium und Magnesium ab. Umso größer dieser ist, desto „härter“ ist das Wasser. In Deutschland wird der Härtegrad meist in der Einheit deutsche Härte (°dH) angegeben. Dabei gibt es folgende Einstufungen:

  • weich: weniger als 8,4° dH
  • mittel: 8,4° dh bis 14° dH
  • hart: mehr als 14° dH

Hierbei sollte man aber beachten, dass es neben der deutschen Härte noch viele andere Einheiten, wie z.B. die französische, russische oder englische Härte gibt, die jeweils anders berechnet werden. International gültig ist die Angabe der Wasserhärte in der Einheit Millimol Gesamthärte pro Liter (mmol/l). Dabei gibt es folgende Unterscheidungen:

  • weich: weniger als 1,5 mmol/l 
  • mittel: zwischen 1,5 und 2,5 mmol/l 
  • hart: zwischen 2,5 und 3,8 mmol/l
  • sehr hart: ab 3,8 mmol/l
Wie finde ich heraus, wie hart mein Trinkwasser ist?

Grundsätzlich gibt es hierzu zwei Möglichkeiten. Entweder fragen Sie Ihr zuständiges Stadtwerk oder Sie führen zu Hause einen Wasserhärte-Test durch. Teststreifen, die die lokale Wasserhärte anzeigen, erhalten Sie bei BRITA kostenlos. So können Sie in kurzer Zeit selbst herausfinden, ob sich das Entkalken lohnt.


Einen kostenlosen Wasserhärte-Teststreifen können Sie hier bestellen.

Wasserhärte-Teststreifen
Wasserhärte-Teststreifen

Wann es sich lohnt, das Wasser zu entkalken

Ob das Entkalken eine gute Idee ist, hängt immer davon ab, wofür das Leitungswasser verwendet werden soll. Sehr hartes Wasser zeichnet sich u.a. verantwortlich für Verkalkungen von Haushaltsgeräten sowie Kalkablagerungen an Armaturen. Dies führt zu einem erhöhten Reinigungsaufwand in Küche und Bad. Geräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen oder Waschmaschinen können darüber hinaus durch den Kalk beschädigt werden. Sogar beim Duschen leiden unsere Haut und Haare unter dem Kalk.

Kalk entfernen Sie am besten mit Essig oder Zitronensäure.

Extreme Wasserhärten finden sich zum Beispiel in Städten wie Berlin, Köln oder Düsseldorf. Hier müssen Sie regelmäßig Kaffeemaschinen und sogar den Wasserhahn vom Kalk befreien. Derart gravierende Probleme hat man in anderen Gegenden Deutschlands eher nicht – doch zumindest der Geschmack wird bereits bei moderaten Wasserhärten beeinflusst.

Kalkhaltiges Wasser enthärten und genießen

Der größte Vorteil beim Entkalken von Trinkwasser ist der Geschmack. Dieser ist zwar immer individuell, jedoch empfinden die meisten Menschen hartes Leitungswasser als unangenehm. Das Gaumenerlebnis leidet am meisten bei gebrühten Heißgetränken wie Tee und Kaffee. Hierbei sind vor allem Calcium und Magnesium für die Veränderung des Wassergeschmacks verantwortlich.

Während geringe Mengen an Mineralien, wie Calcium und Magnesium, für einen ausgewogenen Wassergeschmack benötigt werden, stören große Mengen dieser Mineralien den Genuss. Gerade Tee- und Kaffee-Liebhaber sollten ihr Leitungswasser entkalken, da das weichere Trinkwasser den Geschmack von Heißgetränken nicht verfälscht.

Mehr Informationen zum Einfluss des Wassers auf den Geschmack von Tee finden Sie hier.

Kaffee und Tee mit hartem und mit weichem Wasser
Kaffee und Tee mit hartem und weichem Wasser

Ist hartes Leitungswasser ungesund?

Nein. Härte und Geschmack haben keinen Einfluss darauf, wie gesund das Trinkwasser ist. Es unterliegt in Deutschland der Trinkwasserverordnung und somit sehr hohen Anforderungen bzgl. seiner Qualität und Reinheit. Es ist deshalb bei uns überall bedenkenlos trinkbar. Vorsicht kann aber geboten sein, wenn die Leitungen im Haus sehr alt sind oder wenn das Wasser länger in der Leitung stand. Ist es mehrere Tage nicht in Bewegung, können sich bereits Bakterien vermehren.

Die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe sind im Leitungswasser außerdem deutlich strenger als beispielsweise für Mineralwasser aus der Flasche. Somit ist gute Qualität hier am ehesten garantiert – egal ob nach oder vor dem Entkalken.

Unser Tipp für Sie

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Wenn Sie übers Wochenende oder länger nicht zu Hause waren, sollten Sie den Wasserhahn erst eine Zeit lang laufen lassen, bevor Sie von diesem Wasser trinken.

Das sind die Vorteile von entkalktem Wasser

Einige Vorteile von enthärtetem Leitungswasser sind zum Beispiel:

  • Besserer Geschmack bzw. weniger geschmackliche Verfälschung von Tee und Kaffee
  • Optimierte Qualität von Leitungswasser aus alten Leitungen
  • Schutz für Haushaltsgeräte vor Verkalkungen
  • Gesenkter Verbrauch von Seifen, Putz und Waschmitteln (geringere Umweltbelastung)
  • Bessere Verträglichkeit für viele Pflanzen
  • Optimierte Ergebnisse beim Kochen (Nudeln kleben nicht, Gemüse behält seine schöne Farbe und die wertvollen Vitamine)

Sehr weiches Trinkwasser kann aber auch Nachteile haben. Mit zu weichem Wasser lassen sich beispielsweise Shampoo, Duschgel und Seife schlechter abwaschen. Außerdem kann komplett enthärtetes Wasser die Korrosion von Glas, Beton und Metallen beschleunigen. Deshalb sollte kalkhaltiges Wasser nie völlig entkalkt, sondern besser auf einen unteren Mittelwert gebracht werden. Wird es ausschließlich zum Trinken gebraucht, hat weiches Wasser aber keine Nachteile.

Wie man Kalk im Wasser reduzieren kann

Man kann das Trinkwasser zwar einfach abkochen und dann durch einen Kaffeefilter oder Ähnliches gießen, allerdings ist das Entkalken auf diese Weise ineffizient, zeitraubend und führt wiederum zu Verkalkungen im Wasserkocher oder Kochtopf. Werden nur sehr kleine Mengen Wasser gebraucht, ist das kein Problem. In allen anderen Fällen lohnt sich der Energieaufwand jedoch nicht. Ein Wasserfilter ist die deutlich günstigere, praktikablere und umweltschonendere Lösung zum Entkalken. Wasserfilter lohnen sich vor allem dann, wenn Getränke wie Kaffee oder Tee aufgebrüht werden sollen. Dann schmeckt es gleich viel besser und Sie können das Heißgetränk ungetrübt genießen.

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