



Der BRITA Kunstpreis 2012 für künstlerische Fotografie wurde Ende 2011 ausgeschrieben. Deutschlandweit hatten sich vom 15. Oktober 2011 bis 25. Januar 2012 fast 300 Künstlerinnen und Künstler mit ihren Fotografien zum Thema „Wasser – Linien – Perspektiven“ beworben.
Eine unabhängige Jury wählte daraus zunächst acht Finalisten und letztlich auch die Preisträger. Den Publikumspreis vergaben die Mitarbeiter/innen der BRITA GmbH am Standort Taunusstein. Eine dreiwöchige Ausstellung aller Finalisten im Kunsthaus Wiesbaden bildete den Höhepunkt.
Die Preisträger :
1. Platz mit 5.000 Euro: Michael Schnabel
2. Platz mit je 2.000 Euro: Susanne Britz und Dirk Brömmel
Publikumspreis mit 1.000 Euro: Julia Baier
Die Arbeiten von Claudia Zenk changieren stilistisch zwischen Realität und Abstraktion. Im Verzicht auf farbliche Pointierung bricht die Künstlerin mit der gewohnten Wahrnehmung der Wirklichkeit, um ihre Botschaft in der Abstraktion mit gegenständlichen Requisiten und graphisch reduzierten Zeichen zu konkretisieren. Die Künstlerin legt viele Farbschichten aus Acryl, Sand, Asche, Pigment, Gips übereinander. Sie schleift, kratzt, zerstört, baut wieder auf, um eine optische Tiefe der Fläche zu erreichen.
Die 1963 in Lahnstein am Rhein geborene Claudia Zenk lebt und arbeitet in Neu-Isenburg. Seit 2000 realisiert sie Einzelausstellungen und nimmt an Gruppenausstellungen teil. Im Februar 2004 eröffnet sie mit einem Künstlerkollegen die Produzentengalerie StartArt und 2008 eine eigene Ladengalerie in Neu-Isenburg. Seit 2005 vermittelt sie ihr Wissen in Kunstkursen und Workshops.
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Katja M. Schneider empfindet das Malen als eine Möglichkeit, den Lauf der Bilder manchmal ein bisschen in Zeitlupe zu versetzen und hin und wieder das Einzelne zu erkennen und zu würdigen. Vielleicht sogar für einige Zeit in Erinnerung zu behalten. In Stapeln alter Tageszeitungen findet sie Abbildungen, die sie aus ihrem Kontext herausschneidet und aufhebt. Diese erste Auswahl beruht auf schnellen visuellen Entscheidungen, die nichts mit den dargestellten Inhalten zu tun haben. Die Bilder lösen sich noch weiter von ihrer Geschichte, je mehr Zeit vergeht, bevor sie zur Verwendung kommen. Auf diese Weise in ihre malerische Gedankenwelt transferiert, werden die Ausgangsbilder am Computer zerschnitten und verändert und danach, im nächsten Schritt, auf die Leinwand übertragen.
Die 1966 in Braunschweig geborene Katja M. Schneider lebt und arbeitet in Offenbach am Main und auf den Ålandinseln in Finnland. 1987 bis 1994 studiert sie Freie Kunst, mit dem Schwerpunkt Malerei, an der Kunsthochschule Kassel. Sie beschließt dieses Studium mit dem Diplom. 1996 bis 1997 erhält sie das DAAD Stipendium an der Königlichen Kunsthochschule Stockholm, 1997 das Stipendium der Stiftung Vordemberge-Gildewart, Schweiz.
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www.kmschneider.de
Beide Künstler interpretieren reale Räume: Christin Lutze bevorzugt Landschaften mit monochromem Himmel und mediterran anmutenden Häusermeeren. Für sie ist die Malerei ein wundervolles Spiel mit den Farben und eine Angelegenheit des Herzens. Das zentrale Thema der Werke von Migu M. Syed sind die industrialisierten Landschaften. Er bevorzugt die Farbigkeit Blau und Braun, um die Eintönigkeit der Industrielandschaften hervorzuheben.
Christin Lutze wurde 1962 in Berlin geboren. Sie studierte Bildende Kunst bei Prof. Marwan, Meisterschülerin, UdK-Berlin. Von 1998 bis 1999 war sie im Rahmen eines ERASMUS–Stipendium an der Accademia di belle Arti di Venezia in Venedig (Italien), 2001 erhielt sie ein NICA-Stipendium an der Ecole Supérieure des Beaux-Arts de Genève in Genf (Schweiz). 2011 errang sie den 2. Preis des Artist Window-Kunstpreis. 2012 wird sie ein weiteres Auslandstipendium in der Nes Artist Residency in Skagaströnd (Island) wahrnehmen.
www.christin-lutze.de
Migu M. Syed wurde 1962 in Stuttgart geboren. 1985 bis 1988 studierte er Malerei an der Universität der Künste, Berlin. 1988 bis 1994 absolvierte er ein Studium der Bildhauerei, ebenfalls an der UdK, Berlin. 1995 Meisterschüler. Seit 1995 regelmäßige internationale Ausstellungstätigkeit und Projekte im öffentlichen Raum. 1998 bis 2002 Lehrauftrag für Freies Zeichnen (FH Darmstadt), von 2002 bis 2006 Lehrauftrag für Architekturzeichnen und Freie Plastik (FH Wiesbaden). Der Künstler lebt und arbeitet in Frankfurt, Offenbach am Main und Denzlingen im Breisgau.
In ihren Bildern (Öl auf Leinwand) stellt Anja Vorrath insbesondere den Ausdruck, den die Tänzer vermitteln, in den Vordergrund. Die Verdichtung der Energie durch die auf Grau-, Weiß- und Schwarztöne reduzierte Farbgestaltung ist für sie besonders wichtig. Bei ihren Metallobjekten liegt eine besondere Betonung auf dem Kontrast zwischen dem organischen Material und dem anorganischen Metall. Der Rost ist dabei Verbindungsglied zwischen beiden Materialien.
Anja Vorrath wurde 1970 in Mainz geboren. 1993 bis 1996 absolvierte sie eine Ausbildung zur Schauwerbegestalterin. Von 1996 bis 2006 folgte ein Studium der Fachrichtung Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz mit dem Abschluss Diplom. Schwerpunkte des Studiums lagen in den Bereichen freies Gestalten, Malerei und Buchgestaltung. Sie war langjährige Schülerin des Künstlers Karol Rousin, Mainz. Anja Vorrath lebt und arbeitet in Mainz und Wiesbaden als freie Künstlerin und Grafik-Designerin.
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www.atelier-vorrath.de
Werner Neuwirth sammelt Eindrücke von seiner Umwelt, die er auf seine Art und Weise verarbeitet und immer wieder mit neuen Mitteln interpretiert. Viele Anregungen für seine Motive stammen aus der Natur. In seinen Bildern finden sich streng konstruktive Ordnungselemente neben einem freien gestischen Duktus aus zeichnerischen Linien, kombiniert mit minimalistischen Farbfeldern und applizierten Gegenständen, die er zum wesentlichen Bestandteil seiner Bildaussage macht.
Werner Neuwirth wurde 1950 in Gurk, Österreich geboren. 1975 Studium der freien Malerei bei Karl Bohrmann (Städel) in Frankfurt/Main. Bis 1990 war er auch als Musiker tätig. 2003 Mitglied der Darmstädter Sezession. Arbeitet freischaffend in Rüsselsheim (Hessen) und Gurk (Kärnten).
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www.werner-neuwirth.de
„Ich stelle Personen aus meinem realen Umfeld in einen übergeordneten Kontext“, sagt Uwe Groß, dessen Kosmos Dinge beleben wie etwa Gumminoppenfingerhüte, die er zu Glücksbringern erklärt.
Uwe Groß wurde 1963 in Frankfurt geboren. 1981 bis 1984 Studium Industriedesign an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. 1989 bis 1995 Studium der freien Malerei bei Jörg Immendorff an der Städelschule Frankfurt/Main. 1995 1. Meisterschüler von Jörg Immendorff. Uwe Groß wird vertreten durch die Galerie kunst-raum in Essen.
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www.kunst-raum.net
Birgitta Weiss wurde 1949 in Siegen geboren. Sie absolvierte ein Studium der Malerei an der Fachhochschule Wiesbaden bei Professor Robert Preyer. Seit 1985 war sie auch als Bühnen- und Kostümbildnerin an verschiedenen Theaterhäusern tätig. Sie lebt und arbeitet in Bochum.
www.birgittaweiss.de
Barbara Tisjé wurde 1951 in Dresden-Radebeul geboren. 1970 bis 1975 Studium an der J.W.-Goethe-Universität Frankfurt/Main (Bildende Kunst, Germanistik, Psychologie), abgeschlossen mit Staatsexamina. 1972 bis 1975 Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn. Ab 1990 regelmäßige Ausstellungen. 1997 und 1999 Studienaufenthalte in Finnland. Seit 1997 Malkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Atelier.
Die Werke von Almut Martiny und Barbara Tisjé bewegen sich zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Licht und Farbe. Trotz unterschiedlicher Mentalitäten ergänzen sich die beiden Künstlerinnen und finden eigenständige Lösungen.
Die Motive von Barbara Tisjé sind vorwiegend Verpackungsmaterialien von Früchten. Sie verfremdet das vorgefundene Material durch Nahaufnahmen bis zur Unkenntlichkeit, um so neue Stimmungsräume zu schaffen.
Almut Martiny arbeitet in Mischtechnik und Öl-Lasurtechnik auf Papier und Leinwand, fügt Fotografien und Collagen ein und verbindet ihre subtil nuancierte bis intensive Farbigkeit mit filigranen Zeichnungselementen. Verbunden mit der Formenvielfalt aus dem Mikro- und Makrokosmos gestaltet sie so freie, schwerelos in sich ruhende Kompositionen.
Almut Martiny wurde 1964 in Siegen geboren. Sie wuchs in künstlerisch geprägter Umgebung in Paris auf. Dort führte sie früh intensive Farb-, Mal- und Zeichen-Studien durch. Sie absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte, Pädagogik und Französisch in München und Frankfurt. 1983 arbeitet sie als Buchillustrationen. Almut Martiny lebt und arbeitet seit 1987 in Frankfurt und arbeitet vorwiegend surreal abstrakt in Öllasur-Technik. Sie ist Mitglied verschiedener Kunstvereine in Frankfurt, Hanau und Stuttgart.
Durch mehrere transparente Schichten erzielt Annegret Hoffmann in ihren Objekten eine räumliche Wirkung, die dem Betrachter viel Spielraum für eigene Assoziationen lässt. Die zunächst zweidimensionalen Arbeiten erhalten durch das Hintereinanderreihen der Schichten Bewegung. Die Künstlerin stellt so Dynamik und Statik sowie Statik und Rhythmus gegenüber.
Annegret Hoffmann wurde 1942 in Quakenbrück/ Niedersachsen geboren. 1962 bis 1967 Studium der Philologie, u.a. Textiles Gestalten in Marburg und Köln. Seit 1980 ist sie freischaffende Künstlerin. 1995 Gründungsmitglied der Ateliergemeinschaft „Die Halle“ in Wiesbaden.
Markus Johne wurde 1964 in Hoyerswerda i.d. Lausitz geboren. 1984 bis 1990 Studium der Mathematik und Physik in Jena und Leipzig, Abschluss des Studiums mit dem Diplom für experimentelle und theoretische Physik. In dieser Zeit Entstehung umfangreicher Arbeiten in Pastell, erste Ausstellungen in Berlin. 1991 Externstudium an der Universität Leipzig für Sprachen und Geschichte. 1992 bis 1996 Tätigkeit als Selbstständiger (IB AKIB und FR GEIEUS). Markus Johne ist außerdem Filmregisseur, Musiker und Choreograph. Seit 1997 ist er als Maler in Leipzig und Berlin (2003) tätig.
Brigitte Dirting wurde 1950 in Homberg/Niederrhein geboren. Von 1984 bis 1991 studierte sie Malerei, Zeichnung und Kunstgeschichte bei M. Gessinger, Wiesbaden und R. Dingeldein, Kelkheim. 1991 bis 1994 Sommerakademie Trier. 1994 war sie Mitbegründerin von der Vereinigung DIE HALLE, Wiesbaden. 1998 1. Preis des II. Wettbewerbs der GEDOK Rhein Main Taunus für bildende Kunst 1998: Die Zeichnung. 2005 Arbeitsaufenthalt im Gastatelier der Stadt Klagenfurt/Österreich. Brigitte Dirting lebt und arbeitet in Wiebaden.
Lis Blunier, Gabi Streile, Bernhard Stüber, Andrzej Urbanski, Gabriele Wübben
Drei bulgarische Künstler stellen Ihre Arbeiten vor:
Roumen Tschitov, Geboren 1960 in Karlovo (Bulgarien). 1988 Abschluss an der Kunsthochschule Sofia.
Georgi Trifonov, Geboren 1947 in Karlukovo (Bulgarien). 1974 Abschluss an der Kunsthochschule Sofia.
Ivan Stoichev, Geboren 1969 in Kardjali (Bulgarien). 1988 Abschluss des Kunstgymnasiums in Plovdiv.
„Bärbel Mühlschlegel erarbeitet sich besonders in ihren großformatigen Arbeiten ein abstraktes Formenspektrum, das auf zwei Pfeilern ruht. Der eine besteht aus Arbeiten in Acrylfarben, die Materialien wie grobes Sackleinen und Stoff integrieren. Mit einem starken Hang zum Zeichnen, das an fernöstliche Kalligraphie erinnert, konzentriert sie den Aufbau um einzelne Elemente, wie die zum Halbkreis gebogene schwarze Linie, die fast musische Akzente setzt und in einigen Werken an Miros spielerisch-automatische Pinselschrift erinnert. … Der andere Teil besteht aus Aquarellen…, die dem Betrachter … einen Blick auf in die Tiefe führende Verschachtelung ermöglicht.“ (Brigitta Melten).
Bärbel G. Mühlschlegel wurde 1942 in Posen geboren. 1962 Staatsexamen in Psychologie und Pädagogik. 1977 bis 1980 Studium am Department for Visual and Commercial Art an der State University of New York. 1980 bis 1986 Weiterbildung bei Prof. Losert, Wörth /D. 1984 bis 1987 Wiesbadener Freie Kunstschule. Seit 1988 eigenes Atelier und Malschule. 1994 Internationale Sommerakademie Salzburg, bei Prof. Andreas v. Weizsäcker; Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Bärbel G. Mühlschlegel ist Organisatorin von nationalen und internationalen Ausstellungen. Seit 1991 ist sie außerdem Kunstberaterin bei Firmen und Institutionen.
www.monpetit.de